Dankbarkeit
(Dieser Text von Chara entstand nach dem Treffen 2017 einem Tiefpunkt heraus, den der Großteil der Orga teilte. heraus. Mittlerweile haben sich viele Dinge zum positiven geändert. Wir halten es dennoch für richtig und wichtig, euch zu zeigen, was damals in uns vorging.)
Wir machen das mit dem Treffen ja jetzt schon eine ganze Weile. Rikku und ich haben 2011 noch gemeinsam mit Epona und Serenia angefangen; und nach dem das Team zunächst auf uns zwei geschrumpft ist, hat sich Gerwulf 2014 hinzugesellt.
Die Arbeit hat uns stets Spaß gemacht – nicht zuletzt deswegen, weil es viele Überschneidungen mit Hobbys gab, denen wir ohne hin schon nachgegangen sind.
In den letzten Jahren hat sich allerdings langsam eine Frustration breitgemacht. Waren wir am Anfang stets motiviert, und haben die Orgaarbeit auch gern mal dafür genutzt, andere Dinge aufzuschieben, ist es nun eher so, dass wir andere Dinge benutzen um die Orgaarbeit aufzuschieben.
Woran das liegt?
Recht lang waren wir der felsenfesten Überzeugung, dass es an mangelnder Dankbarkeit liegt. Es muss sich hier nicht jeder angesprochen fühlen, oder sich gar empören: Aber es gab Jahre, an denen wir das Gefühl hatten, dass unsere Arbeit schlicht nicht wahrgenommen wird.
Mittlerweile haben wir allerdings die wahre Ursache gefunden:
Wir erwarten keine Dankbarkeit.
Wir erwarten keine Lobeshymnen. Keine Standing Ovations. Keinen Blumenstrauß.
Und auch wenn der Applaus in den Jahren schön war: Wir erwarten auch das nicht.
Was wir erwarten ist ganz schlicht und einfach: Die Abwesenheit von Undankbarkeit. Das ist ein Unterschied.
(Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns nicht über Dankeschöns, Blumensträuße, Orga-Quests und Lobeshymnen freuen!)
Wir sind keine Profis und natürlich verläuft so ein Treffen aus rein organisatorischer Sicht nie perfekt. Dafür gibt es einfach zu viele Variablen. Viele Sachen sehen wir auch einfach aus Betriebsblindheit nicht; mit anderen haben wir einfach nicht gerechnet. Das bedeutet nicht, das Fehler einfach hinzunehmen sind:
Ihr habt die ausdrückliche Erlaubnis uns zu kritisieren!
Ja! Und zwar sachlich und gern auch konstruktiv.
Sachlich bedeutet in diesem Zusammenhang ohne Gemotze und Gemaule. Ohne Getuschel (!). Ohne ständiges Draufrumhacken. Kritik, die frei von Sarkasmus und Zynismus ist.
Lange waren wir der Meinung, dass wir über dieser Form von „Kritik“ stehen müssten; man darf es nicht persönlich nehmen; wir haben das ganze „professionell“ genommen.
Aber nein: Das müssen wir nicht.
Warum?
Ganz einfach: Wir machen uns die Arbeit nicht für fremde Leute. Wir werden nicht dafür bezahlt und am Ende des Tages sitzen wir gemeinsam mit euch da und wollen eine schöne Zeit genießen. Den Aufwand betreiben wir im Grunde genommen nicht für euch, auch nicht für uns persönlich, sondern für das große UNS: Für die Community. Oder wie manche zu sagen pflegen: Die Lotgd-Familie, Zweit-Familie, Wahl-Familie und so weiter.
Wir opfern einen Teil unserer Freizeit auf, damit dieses Treffen nun schon seit einigen Jahren wieder ohne Unterbrechung stattfinden kann. Das tun wir alles neben Beruf, Studium, Ausbildung und dem anderen Privatleben, welches sich außerhalb von Lotgd abspielt. Wir bezahlen wie jeder andere auch den vollen Treffenbeitrag, finanzieren und organisieren unsere Fahrtwege aufs Treffen und skypen oft stundenlang um sinnvolle Lösungen für Probleme zu finden. Wir sind quasi rund um die Uhr auf Telegram und Facebook erreichbar und sollte der Schuh mal sehr doll drücken: Unsere Handynummern stehen auf der Homepage. Uns ist keine Anfrage zu komisch, kein Anliegen zu blöd – Kurz um: Wir machen das Ganze nicht, um uns am Ende über unsachliche Kritik zu ärgern. Was nach der ganzen Arbeit, dem Schlafmangel und dem Stress bleibt ist oftmals nämlich genau das: Die Erinnerung an das Verhalten mancher Teilnehmer, die sich im Ton vergriffen haben. Und das ist schade.
Wir würden gern mal wieder am Tag nach einem Treffen bei uns zu Hause nur so rumliegen, und uns im Guten erinnern, anstatt sich immer noch zu ärgern.
Daher: Bitte, kritisiert uns, aber sachlich. Wir haben nämlich den besten Grund überhaupt, unsachliche Kritik persönlich zu nehmen:
Unser Herzblut hängt an der Community und somit auch an euch!
Wir haben euch alle lieb! <3
PS.: 1/3 der Orga hat stellvertretend für die anderen arbeitenden Orgas, rumgelegen und sich an das erinnert! Hat geklappt!
